Mit hörenden Ohren nicht hören

Palma il Giovane, Public domain, via Wikimedia Commons

 

Ich möchte von Ereignissen erzählen, die im 1. Buch der Könige berichtet werden, und sich in jener Zeit ereignet haben, als das Großreich Davids schon in zwei Teile zerfallen war – nämlich in den Nordteil Israel und den Südteil Juda. Beide Reiche haben je ihren eigenen König. Und weil es schon drei Jahre lang keinen Krieg mehr gegeben hat, kommt Ahab, der König des Nordreichs, auf die Idee, eine Stadt zu erobern, die momentan den Aramäern gehört. Da die Aramäer aber mächtig sind, will der König auf Nummer sicher gehen und möchte sich zum Angriff auf jene Stadt mit Joschafat, dem König des Südreichs, verbünden. Gemeinsam ist man stärker, das Risiko ist geringer – und also fragt er den König des Südens: „Willst du mit mir ziehen in den Kampf gegen Ramot in Gilead?“ (1. Kön 22,4). Wir tun unsere Truppen zusammen, dann müsste das doch klappen! Der König des Südens ist einverstanden, hat aber wohl einen Rest von Zweifeln und schlägt darum vor, sicherheitshalber Gottes Meinung einzuholen, bevor man diesen Feldzug beginnt. Er rät dem Kollegen: „Frage doch zuerst nach dem Wort des Herrn!“ (1. Kön 22,5). Und der hat auch nichts dagegen. Denn es gibt in Israel zwar kein delphisches Orakel, das man um eine Prognose bitten könnte, aber es gibt Propheten. Das sind Männer, die von Gottes Geist ergriffen in Gottes Namen Auskunft geben können, ob der Himmel dem Feldzug wohl gesonnen ist. Damit in dieser wichtigen Frage aber kein Irrtum passiert, versammelt König Ahab gleich vierhundert Propheten auf einmal und fragt sie: „Soll ich gegen Ramot in Gilead in den Kampf ziehen oder soll ich's lassen?“ (1. Kön 22,6). Die Vierhundert sind sich schnell einig und rufen sozusagen im Chor „jawohl!“ „Zieh hinauf! Der Herr wird's in die Hand des Königs geben“ (1. Kön 22,6). Mit dieser Auskunft könnten die beiden Könige zufrieden sein. Aber seltsam – irgendwie scheinen sie ihren eigenen Hofpropheten zu misstrauen. Denn schließlich will auch ein Prophet keinen Ärger. Wenn der König unbedingt Krieg führen möchte, und so ein kleiner Prophet fährt ihm in die Parade mit einer schlechten Prognose, macht er sich nicht beliebt. Haben die Vierhundert also bloß aus Gefälligkeit Gutes verheißen, um den König nicht zu erzürnen? Sind sie vielleicht gar keine echten Propheten, sondern nur Schmeichler und Höflinge, die reden, was die Mächtigen hören wollen? Der König des Südens ist sich da nicht sicher und fragt seinen Kollegen: Habt ihr denn hier keine Propheten Jahwes mehr, die man fragen könnte? Doch, doch, sagt der König des Nordens, einen von der alten Sorte haben wir hier noch. Der heißt Micha. Aber ehrlich gesagt mag ich den nicht. „Ich bin ihm gram; denn er weissagt mir nichts Gutes, sondern nur Böses“ (1. Kön 22,8). Ha! Da weiß man nicht, ob man über diesen König lachen oder weinen soll. Denn er bezweifelt nicht, dass Micha, wenn man ihn befragt, die Wahrheit sagen wird. Er ahnt aber schon im Voraus, dass er die nicht hören will, und möchte daher den Micha gar nicht erst fragen. Nun bleibt natürlich die Wahrheit ganz dieselbe, ob der König sie nun hört oder nicht. Sie wird sich nicht ändern, nur weil der König vor ihr die Augen verschließt. Und doch will er lieber auf vierhundert falsche Propheten hören, die er der Lüge verdächtigt, als auf einen ehrlichen Mann Gottes, dessen Wahrheiten ihm nicht gefallen. Das ist natürlich widersinnig. Denn wenn man um eine Prophezeiung bittet, die wahr sein soll, kann man nicht gleichzeitig vorschreiben, wie sie zu lauten hat, sondern muss sie nehmen, wie sie kommt. Und so lässt der König des Südens auch keine Vorbehalte gelten, sondern besteht darauf, dass dieser letzte echte Prophet herbeigeschafft wird. Während der Bote zu Micha unterwegs ist, bekräftigen die vierhundert Hofpropheten noch einmal ihre positive Prognose. Einer macht sich sogar eiserne Hörner und ruft dem König zu „schau her!“: „Hiermit wirst du die Aramäer niederstoßen, bis du sie vernichtest“ (1. Kön 2,11). Du musst nicht zögern, König! Es wird dir gelingen! Deine Waffen werden siegreich sein! Als der Bote beim Propheten Micha ankommt, versucht er ihn sogleich auf diese Linie einzuschwören, denn „Mensch Micha, die anderen haben schon alle einen Sieg vorausgesagt – jetzt mach‘ bloß keine Probleme, sondern sage dasselbe wie die Kollegen. Sag dem König, was er hören will! Denn, wie sieht das sonst aus!“ Micha weist das aber als Angriff auf seine Berufsehre als Prophet zurück und antwortet: „So wahr der Herr lebt: Ich will reden, was der Herr mir sagen wird“ (1. Kön 22,14). Beim König angekommen wird Micha gleich mit der großen Frage konfrontiert: „Micha, sollen wir gegen Ramot in Gilead in den Kampf ziehen oder sollen wir's lassen?“ (1. Kön 22,15). Micha zögert nicht, sondern antwortet schnell und wunschgemäß positiv: „Ja, zieh hinauf, es soll dir gelingen! Der Herr wird's in die Hand des Königs geben“. Vielleicht hat Micha das in einem ironischen Tonfall gesagt, der deutlich macht, dass er’s nicht meint. Vielleicht konnte er ein Grinsen nicht ganz unterdrücken. Jedenfalls freut sich der König kein bisschen, sondern riecht den Braten und wird ärgerlich. Er kommt sich verschaukelt vor und fordert den Propheten auf, nochmal nachzudenken: „Wie oft soll ich dich beschwören,“ ruft er, „dass du mir im Namen des Herrn nichts als die Wahrheit sagst!“ (1. Kön 22,16). Da hat man den Eindruck, dass der König die trübe Wahrheit eigentlich schon kennt. Und so hat nun auch Micha keine Hemmungen mehr, die Karten auf den Tisch zu legen, sondern spricht offen von der Zukunft, die er vorausgesehen hat. Er sagt: „Ich sah ganz Israel zerstreut auf den Bergen wie Schafe, die keinen Hirten haben. Der Herr aber sprach: Diese haben keinen Herrn; ein jeder kehre wieder heim mit Frieden“. Da ist nun keine Rede mehr von einem Sieg, sondern von Zerstreuung und von ungeordnetem Rückzug. Micha hat vorausgesehen, dass der Feldzug kläglich enden wird, und hat dem König die bittere Wahrheit mitgeteilt, die der ja unbedingt hören wollte. Der König aber ist keineswegs dankbar für das offenen Wort, sondern beschwert sich bei seinem Kollegen aus dem Südreich: „Hab ich dir nicht gesagt, dass er mir nichts Gutes weissagt, sondern nur Böses?“ (1. Kön 22,18). Der König reagiert wie ein trotziges Kind. Er findet die Wahrheit einfach „blöd“. Micha hingegen war gar nicht fertig, sondern holt Luft, um noch einen obendrauf zu setzen. Denn nun berichtet er von einem himmlischen Komplott zur Vernichtung des Königs und sagt, Gott selbst habe einen üblen Geist ausgesandt, um den König zu betören, damit er bei der Schlacht um Ramot umkommt. Und dieser von Gott selbst geschickte Geist sei als Lügengeist in jene vierhundert Propheten gefahren und habe durch ihren Mund eine verlockend positive Prognose gestellt, damit der König sich auf der sicheren Seite glaubt, fröhlich in den Krieg zieht und damit den eigenen Untergang herbeiführt. Einer der falschen Propheten ist über diese Behauptung so erbost, dass er Micha ohrfeigt. Er will nicht als Werkzeug der Täuschung hingestellt werden! Und auch der König weiß es nicht zu schätzen, dass Micha nun offen und ehrlich geredet hat, sondern lässt ihn ins Gefängnis werfen mit der Anweisung, er solle so lang drinbleiben, bis der König wohlbehalten von seinem Feldzug heimkehrt. Micha kann dieser Logik natürlich nicht folgen, denn, so sagt er dem König: „Kommst du mit Frieden wieder, so hat der Herr nicht durch mich geredet“ (1. Kön 22,28). Hast du denn nicht verstanden, was ich gesagt habe? Du kommst nicht mehr lebend zurück! König Ahab aber, der die Wahrheit hören und doch nicht hören wollte, ist nun aufgebracht und scheint selbst nicht mehr zu wissen, wem er glaubt, sondern zieht in den Krieg, wie um zu beweisen, dass Micha sich irrt. Jetzt erst recht, das wollen wir doch mal sehen! Würde der König in Ruhe drüber nachdenken, käme er wohl darauf, dass Micha keinen Grund hat, in dieser Sache zu lügen. Wenn er ihm jetzt glaubte und den Feldzug absagte, bestünde sogar die Chance, dass Gottes Plan scheitert! Aber der König will einfach nicht, dass Micha recht hat. Er kann von der Wahrheit nicht mal dann profitieren, wenn man sie offen vor ihm ausbreitet! Er ist entschlossen, sie zu ignorieren, obwohl Micha Gottes Absichten ausgeplaudert hat. Er ist sich aber nicht mal darin sicher, dass Micha Unrecht hat. Und so versucht der König besonders schlau zu sein: Er will Gottes Vorsehung ein Schnippchen schlagen, indem er sich als gewöhnlicher Soldat verkleidet. Er möchte verhindern, dass Michas Weissagung in Erfüllung geht. Darum legt er die königlichen Kleider ab und zieht „inkognito“ in die Schlacht – was natürlich auch wieder seltsam ist. Denn was für eine Vorstellung hat er von Gott, dass er meint, er könnte mit ihm verstecken spielen? Denkt er wirklich, durch eine plumpe Täuschung seinem Schicksal zu entgehen? Er versucht es trotzdem. Und es kommt, wie es kommen muss. Denn ein feindlicher Bogenschütze, der gar nicht weiß, wen er vor sich hat, schießt auf den getarnten König und verwundet ihn tödlich (1. Kön 2,34-35). Die Aramäer siegen, König Ahab verblutet und Israels Heer kehrt genau so nach Hause zurück, wie Micha es vorausgesehen hat – nämlich wie eine zerstreute Herde von Schafen, die keinen Hirten mehr haben. Der König wird begraben, und der Sohn besteigt den Thron, weil sein Vater den Plan Gottes noch nicht mal glauben wollte, als Micha ihn offenlegte, sondern (von der Falle wissend, die Gott ihm gestellt hatte) genau das tat, was nötig war, um in die Falle zu gehen und darin umzukommen. 

Tja, das ist die ganze Geschichte. Und wer sich fragt, was er daraus lernen soll, gelangt zu Einsichten, die teils erfreulich und teils verstörend sind. Zum einen kann man der Geschichte entnehmen, dass es sehr wohl möglich ist, den Willen Gottes zu erfahren, wenn man auf die hört, die einem nicht nach dem Munde reden. Auch wenn vierhundert Propheten korrupt sind, lässt Gott es doch an seinem Wort nie gänzlich fehlen. Wer sucht, kann es zu jeder Zeit finden. Und das ist gut! Zum anderen besagt die Geschichte aber, dass Gottes Wort jenen nichts nützt, die es nicht hören wollen, oder die, wenn sie’s gehört haben, doch so handeln als verstünden sie‘s nicht. Und das ist bestürzend und betrifft auch uns heute, weil wir nicht selten jenem König gleichen und wider besseres Wissen das Falsche tun. Der König will Krieg führen mit seiner Heeresmacht und weiß doch tief drinnen, dass nicht Schwerter und Spieße einen Krieg entscheiden, sondern Gottes Fügung. Als vierhundert Schmeichler ihm den Sieg voraussagen, weiß er im Grunde schon, dass sie’s aus Angst und aus Gefälligkeit tun. Er merkt sogar, dass Micha ihn täuschen will, als der anfangs versucht mit den Wölfen zu heulen! Der König weiß, dass dies der letzte echte Prophet in seinem Lande ist. Durch ihn erfährt er sogar, was Gott gegen ihn im Schilde führt. Und trotzdem nimmt des Königs Herz nicht zur Kenntnis, was seine Ohren hören! Denn dieser Mann will mit seinem Feldzug gegen Gott Recht behalten und will seinen königlichen Kopf durchsetzen – als würde sich die prophezeite Wahrheit ihm zuliebe doch noch ändern! In verblüffendem Eigensinn meint er, mit einer Verkleidung Gott zu täuschen, und seinem Schicksal zu entgehen. Er wirft den Boten der Wahrheit ins Gefängnis, als ob die Botschaft davon ihre Gültigkeit verlöre. Und dann rennt der König sehenden Auges in sein Unglück und geht auf einen Feldzug, von dem Micha ihm verraten hat, dass er einzig dem Untergang des Königs dient. Das ist seltsam irrational – und doch überaus menschlich. Denn „Eigensinn“, sagte mal jemand, „ist der Sieg des Willens über den Verstand“. Und mit solchem Eigensinn stellt sich der Mensch sehr oft ein Bein. Denn Gottes Wahrheit nützt ihm selbst dann nichts, wenn man sie ihm unter die Nase hält wie ein aufgeschlagenes Buch. Stolz und verbohrt will er nur die Wahrheiten zur Kenntnis nehmen, die ihm schmeicheln. Und auch Gott soll ihm nur raten, was er sowieso schon will. Das Übrige straft er mit Verachtung. Und so siegen dann des Menschen Wunsch und Wille immer wieder über Vernunft und Gehorsam. Man hört Gottes warnende Stimme, lebt aber, als hätte es keine Warnung gegeben. Und König Ahab ist dafür nur ein besonders krasses Beispiel. Beharrlich sucht er einen Menschen, der ihm die Wahrheit sagt, und wenn die ihm dann nicht gefällt, wirft er den Boten ins Gefängnis und geht davon, um genau das zu tun, wovor man ihn gewarnt hat. Er gehört offenbar zu den Leuten, von denen Jesus sagt, dass sie mit sehenden Augen nicht sehen und mit hörenden Ohren nicht hören (Mt 13,13-15)! Doch Gottes Wahrheit ist auf des Königs Zustimmung nicht angewiesen. Und auch Gottes Vorsehung bringt er nicht aus dem Takt, sondern im Gegenteil: Selbst nachdem Micha Gottes Plan ausgeplaudert hat, den König in der Schlacht umkommen zu lassen, tut der immernoch alles, was nötig ist, damit Gottes Plan aufgeht. Das Schicksal nimmt seinen Lauf. Und es spielt gar keine Rolle, ob der Betroffene ängstlich hinsieht oder angestrengt wegsieht. Denn der für den König bestimmte Pfeil trifft ihn tödlich, auch wenn das Opfer und der Schütze beide meinen, es sei ein Zufallstreffer gewesen. Alle die trotzigen Versuche, der Vorsehung Gottes auszuweichen, fügen ihr nichts hinzu und nehmen ihr nichts weg. Und so greift man sich an den Kopf und staunt über diesen König. Denn es ist ja gar nicht so, als habe er echte und falsche Propheten nicht unterscheiden können – nein! Wenn er seinen vierhundert Hofpropheten geglaubt hätte, hätte er nicht noch den Micha holen lassen. Im Grunde ahnte er schon, dass die Vierhundert lügen! Und wenn er nicht damit gerechnet hätte, dass Micha die Wahrheit spricht, hätte er auch nicht gezögert, ihn zu fragen. Spätestens nach Michas Auskunft weiß der König ganz genau, was Gottes Wille ist. Aber selbst da siegte sein Stolz noch über die bessere Einsicht. Durch eine Verkleidung will er seinem Schicksal entgehen. Doch genau bei diesem Versuch, der Fügung Gottes zu entrinnen, läuft der König – der Fügung entsprechend – dem Tod in die Arme. Am Ende muss er „dran glauben“ (in doppeltem Sinne). Und man kann sagen, dass niemand zu seinem Untergang so fleißig beigetragen hat, wie der König selbst. Tja, sagt Christian Morgenstern: „Jeder muss sich selbst austrinken wie einen Kelch“. Das ist bestürzend wahr! Ebenso bestürzend ist aber, was uns die Geschichte über Gott verrät. Denn obwohl in ihr wahre und falsche Propheten auftreten, bedient sich Gott nicht etwa nur der einen, sondern beider Seiten. Und wenn wir Michas Zeugnis ernst nehmen, ist es kein Zufall, dass es auf Erden so viele Lügenpropheten gibt und so viel falsche Verkündigung, die Verwirrung stiftet, sondern die Lügenpropheten sind Gottes Werkzeug, das er nutzt, um jene zu strafen und zu verderben, die gerne gefällige Lügen hören. Sucht ein Volk Propheten, die ihm nach dem Munde reden, und falsche Lehrer, nach denen ihm die Ohren jucken (2. Tim 4,3), dann gibt ihnen Gott, was sie sich wünschen, überlässt sie ihrem Eigensinn und gibt sie ihrer Verbohrtheit preis. Sie wollen Gottes Wort nicht hören. Also nimmt er dieses Wort weg und liefert sie dem Irrtum aus, der ihnen offenbar besser schmeckt. Gott bedient sich demnach der falschen Propheten zum Gericht. Und doch ist Micha als echter und unbestechlicher Prophet nicht minder Gottes Werkzeug. Denn niemand soll sich damit entschuldigen, Gottes Wort sei nirgends zu finden gewesen – nein: Wer danach fragt und sucht, kann es durchaus finden, auch in religiös unübersichtlichen, plural-verwirrenden Zeiten. Denn Gottes Wort verschwindet nie völlig, sondern bleibt hörbar als Zeugnis gegen die, die sich verschließen, und erbringt den Beweis, dass selbst die offenbare Wahrheit – dem Volk unter die Nase gerieben – es nicht von den verkehrten Wegen abbringt. Sowohl die falschen als auch die wahren Propheten müssen Gottes Werk dienen. Sie tun es aber in verschiedener Weise, weil er die einen gebraucht, um jene durch Lüge zu verderben, die nette Lügen vorziehen, und die anderen gebraucht, um durch Wahrheit die zu retten, die Gottes Wahrheit folgen möchten. Recht besehen ist das ein Vorgang von höchster Gerechtigkeit. Denn der Mensch hat ja die Wahl. Er darf sich dem hingeben, was er liebt, und darf sicher sein, dass diese seine Vorliebe sein weiteres Schicksal bestimmt. Gewarnt sind aber alle durch das Beispiel jenes Königs, der mit sehenden Augen nicht sehen und mit hörenden Ohren nicht hören wollte.