Ordnung und Vergeltung

 

Mögen sie es, wenn alles „in Ordnung“ ist? Mögen sie „Ordnung“ überhaupt? Manchmal wenn man einem Freund begegnet, fragt man ja danach: „Ist alles in Ordnung bei dir – zuhause und an der Arbeit?“ Und wenn er dann nickt, weiß man, dass es ihm gut geht. Denn unsere Umgangssprache setzt beide Dinge gleich: wenn etwas „in Ordnung“ ist, ist es gut. Wenn der Mechaniker sagt, mein Auto sei „in Ordnung“, dann funktioniert es. Wenn der Arzt sagt, meine Blutwerte seien „in Ordnung“, muss ich mir keine Sorgen machen. Und wenn jemand sagt, sein Freund sei „schwer in Ordnung“, ist das sogar ein großes Lob. Denn die „Ordnung“ von der wir da reden, meint immer den Zustand, der sein soll. Und er „soll sein“, weil er den Beteiligten gut tut. Wenn alles ordentlich „rund läuft“, kommt das dem Leben des Einzelnen und der Gemeinschaft zugute, während eine „Störung“ die gewohnten Abläufe stocken lässt und unerwünschte Effekte produziert. Eine Störung der guten Ordnung stört das Leben, das dieser Ordnung bedarf. Und wenn wegen etwas „Ordnungswidrigem“ die Räder still stehen, löst das nicht nur Ärger aus, Verzögerungen und Schuldfragen, sondern es kann auch gefährlich werden. Denn wenn im Körper das geordnete Zusammenspiel der inneren Organe gestört ist, hat das für den Menschen böse Folgen. Und wenn Abläufe in der Firma durcheinander geraten, weil Zuständigkeiten unklar sind, geht das auch nicht lange gut. Nur geordnet und strukturiert können viele Einzelne zu gemeinsamen Zwecken zusammenwirken. Wir sehen das im kleinen Maßstab unseres Alltags. Aber es gilt auch im denkbar größten Maßstab. Denn die Bibel beschreibt Gottes Schöpfungswerk insgesamt als eine ordnende Tätigkeit, durch die der Schöpfer dem anfänglichen Chaos nach und nach Struktur verleiht, allen Dingen ihren Platz anweist und so die zunächst ungeordneten Kräfte zueinander ins rechte Verhältnis setzt (1. Mose 1). Erde und Wasser durcheinander ergeben nur Schlamm und Morast, in dem das Leben versinken muss. Darum trennt Gott das Trockene und das Nasse. Licht und Finsternis durcheinander ergeben trübe Dämmerung, in der man sich nicht orientieren kann. Darum trennt Gott die Nacht und den Tag. Er ordnet das Chaos und macht durch wiederkehrende Abläufe menschliches Leben erst möglich. Denn wer könnte Ackerbau betreiben, wenn nicht zuverlässig auf jeden Winter ein Frühling folgte? Oder wer könnte Maschinen bauen, wenn sich die Gesetze der Physik von Tag zu Tag änderten? Nur berechenbare Abläufe erlauben uns ein planmäßiges Vorgehen! Und so wie Gott Gesetze gab für die natürlichen Prozesse, so schuf er zugleich eine „sittliche Weltordnung“ für das menschliche Miteinander. Denn wenn sich Recht und Unrecht nicht unterscheiden ließen, müsste auf Erden immer das Faustrecht herrschen – und inmitten von Willkür, Gewalt und Gesetzlosigkeit könnte niemand in Ruhe Familien gründen oder Kinder aufziehen. Erst aus einer gerechten Ordnung erwachsen Sicherheit und Frieden. Und nur in diesem Frieden gedeihen dann auch Kultur, Kunst und Bildung! Darum stiftet Gott neben der naturgesetzlichen auch eine sittliche Ordnung und beschreibt durch seine Gebote den lebensförderlichen Zustand, der nach seinem Willen sein soll. Gottes Gebote sind also eine hilfreiche „Gebrauchsanweisung“ für das Leben. Und wo sie beachtet werden, schützen sie uns ebenso vor der Willkür der Anderen wie vor der eigenen Torheit. Genau wie die naturgesetzliche Ordnung ist auch die moralische ewig gültig und nicht verhandelbar. Weder die naturgesetzliche noch die moralische Ordnung bedarf unserer Zustimmung. Man kann mit Gott auch nicht darüber „diskutieren“. Der große Unterschied liegt aber darin, dass der Mensch gegen die Naturgesetze beim besten Willen nicht verstoßen kann – während er die moralische Ordnung durch Unrechttun zu stören vermag. Keiner kann für seine Person die Naturgesetze aufheben. Aber jeder kann so tun, als stünde er außerhalb der moralischen Ordnung. Der Mensch kann sich da eine Freiheit nehmen, die ihm nicht zusteht – er bringt sich damit aber in Gegensatz zu Gott. Denn dem liegt die gute Ordnung am Herzen. Sie ist der heilige Ausdruck seiner göttlichen Weisheit. Und menschliches Leben, das unweise gegen sie verstößt, kann nicht gelingen. Gott steht darum einer mutwilligen Störung auch kein bisschen „tolerant“ gegenüber, vielmehr: Wer die gute Ordnung respektiert, den findet Gott „drin“ in der Ordnung – und findet ihn darum auch „in Ordnung“. Wer sich aber jenseits dessen stellt, den findet Gott nicht „in“ seiner Ordnung – und findet ihn also auch nicht „in Ordnung“. Wer Recht tut, ist Gott „recht“. Wer Unrecht tut, der ist es nicht. Denn wer die gottgewollte Ordnung untergräbt, missachtet den, der sie erlassen hat, und gefährdet zugleich seine Mitmenschen, deren gedeihliches Leben davon abhängt, dass sich die gute Ordnung nicht auflöst. Gott hat keinen Grund, dem Bösen tatenlos zuzuschauen. Und auch die Gesellschaft nimmt es nicht einfach hin. Denn wenn dem Unheil keiner entgegentritt, zieht es immer weitere Kreise. Wenn viele miteinander in einem Holzhaus wohnen, und einer zündelt in seiner Ecke mit Feuer und Benzin, geht das die anderen auch etwas an. Denn eine gute Ordnungen schützt die Gemeinschaft. Und eine Gemeinschaft, die das verstanden hat, schütz ihrerseits die gute Ordnung. Nicht umsonst lautet der griechische Name des Teufels „diabolos“! Denn „diabolos“ heißt wörtlich „der Durcheinanderwerfer“. Und damit ist der Teufel treffend beschrieben, weil er Gottes gute Ordnung nur zu gerne stört, die Menschen durch Lügen verwirrt, Böses „gut“ nennt und Gutes „böse“, das Unterste zuoberst kehrt – und damit das Chaos stiftet, in dem menschliches Miteinander dann untergeht. Lang erklären muss man das aber gar nicht. Denn wir alle reagieren sensibel auf Störungen der heiligen Ordnung und haben dafür einen Sensor, den man „Gerechtigkeitsempfinden“ nennt. Der schlägt Alarm und erfüllt uns mit Empörung, wenn sich jemand am Guten vergeht. Und unser Gerechtigkeitsempfinden fordert dann, dass der Verstoß nicht ohne Antwort bleiben darf. Denn böses Tun bringt die sittliche Weltordnung in eine Schieflage, die sich nicht von selbst wieder ausgleicht. Wir spüren, dass gravierendes Unrecht nicht einfach hingenommen werden darf, sondern eingestanden, gesühnt, gebüßt oder vergeben werden muss. Die verletzte Ordnung kommt nicht wieder ins Lot, wenn ihr nicht Genüge geschieht. Denn schweres Unrecht, das nicht bereinigt wird, stinkt zum Himmel und vergiftet unser Leben. Darum fordert unser Gerechtigkeitssinn, dass z.B. ein Mörder, ein Kriegsverbrecher oder Vergewaltiger nicht davonkommen darf. Ihm muss auf irgendeine Weise vergolten werden. Und durch angemessene Sühne geschieht ihm auch keineswegs Unrecht. Denn wenn Gottes gute Ordnung das menschliche Leben erhält und zu seinem Schutz verfügt wurde – wohin stellt sich dann, wer sich „außerhalb“ der Ordnung stellt? Stellt der sich nicht selbst auf die Seite des „diabolos“ und der unguten Wirrnis, die Gutes für „böse“ und Böses für „gut“ ausgibt? Stellt er sich nicht jenseits der Gesellschaft und gegen die Gesellschaft, die ungeordnet nun mal nicht funktioniert? Und wenn in der guten Ordnung Gottes Segen liegt, stellt sich der Störer dann nicht selbst unter den Fluch? Wer Böses tut, kappt seine Verbindung zu Gott und zu den Anderen. Und über entschiedene Reaktionen darf er sich nicht wundern. Denn von dem, womit sie nicht leben kann, wird die Gemeinschaft sich trennen. Sie hat ein Recht, sich zu schützen. Und wenn der Täter durchaus am Bösen festhalten will, kann auch Gott die Störung nur dadurch beseitigen, dass er den Störer beseitigt. Was sich um keinen Preis in Gottes Ordnung integrieren will, das wird Gott daraus entfernen. Und Klagen darüber sind unangebracht. Denn schließlich besteht Gerechtigkeit darin, dass jeder bekommt, was ihm zusteht. Gerecht ist, wenn es einem so ergeht, wie es sein Handeln verdient. Und wie das bei den Tüchtigen durch einen fairen Lohn geschieht, so bei Übeltätern durch angemessene Strafe. Die verfolgt aber keinen bloß pädagogischen oder politischen Sinn, sondern einen viel höheren. Denn Strafe schafft – als geordnetes Verfahren innerhalb der gestörten Ordnung – den nötigen Ausgleich zur Störung. Und indem sie das Unrecht vergilt, beweist die Ordnung, was durch die Tat in Frage gestellt wurde: Die Ordnung beweist, dass sie funktioniert und das nicht Hinnehmbare nicht hinnimmt. Der Täter selbst aber, der sich gegen die Gemeinschaft, gegen Gott und gegen Gottes Ordnung stellte, wird dadurch, dass er dafür bezahlt, wieder in die Ordnung integriert. Indem er sein Unrecht büßt, wird ein Fehler berichtigt, der so nicht stehen bleiben konnte. Und das geschieht besser jetzt in der Zeit, als später in der Ewigkeit, wo auch die Strafen ewig sind. Natürlich wär’s für alle schöner, wenn erst gar nichts vorgefallen wäre! Doch ist die Untat einmal geschehen, soll sie sich nachträglich nicht auch noch lohnen, sondern soll dem „auf die Füße fallen“, der sie begangen hat. Denn was ist verkehrt an Vergeltung? Für die Freiheit, die sich jemand zu Unrecht nahm, wird ihm ein Gut entzogen, das er sonst gehabt hätte. Und das nicht, weil der Täter davon automatisch besser würde oder dem Opfer dadurch Genüge geschieht, sondern schlicht, weil die Ordnung, in der sich ein Verstoß gegen die Ordnung lohnt, untergeht – und wie ein sinkendes Schiff auch jene mit in die Tiefe zieht, die für das Kentern nicht verantwortlich waren. Nun wundern sie sich vielleicht, dergleichen von einem Pfarrer zu hören – wo man doch heute meint, Kirche stünde für grenzenlose Nachsicht und Milde! Doch muss ich daran erinnern, dass auch Gott viel von Vergeltung hält und bei Verstößen gegen seine heilige Ordnung selten auf Sühnung verzichtet. Denken sie nur an die Sache mit dem goldenen Kalb (2. Mose 32), die das Gottesverhältnis Israels beinahe zerstört hätte. Gott entbrennt in so großem Zorn, dass er sein Volk vernichten will! Und um den Frevel zu sühnen, lässt Mose Leviten durchs Lager ziehen, die wahllos dreitausend Mann erschlagen. Denn man kann Gottes Ordnung nicht verletzen, ohne die Gemeinschaft mit ihm aufs Spiel zu setzen. Als Israel nach 40 Jahren die Grenzen des gelobten Landes erreicht, berichten Kundschafter, dass dort schon ein großes und gut bewaffnetes Volk wohnt (4. Mose 13-14). Und gleich rutscht den Israeliten das Herz in die Hose. Sie bezweifeln, dass Gott tun kann, was er ihnen versprochen hat. Und dieses Misstrauen stellt ihre Gottesbeziehung wieder so grundlegend in Frage, dass sie nur durch Sühnung wieder hergestellt werden kann: Gott schickt das Volk für weitere 40 Jahre in die Wüste und lässt dort die ältere Generation sterben, um erst an den Kindern sein Versprechen wahr zu machen. Die Eroberung des Landes geht dann mit Gottes Hilfe gut voran. Doch in Josua 7 hören wir, dass Israel überraschend eine militärische Schlappe erleidet. Als Josua das beklagt, antwortet ihm Gott, dass sich jemand schwer versündigt habe. Jemand stahl von der Beute, die Gott geweiht war. Und solange dieser Frevel nicht gesühnt ist, kann Gott nicht mehr auf Israels Seite stehen (Josua 7,12). Josua lässt also das Volk antreten. Es findet sich ein Mann namens Achan, der den Diebstahl gesteht. Er wird samt seiner Familie gesteinigt und verbrannt. Und erst damit ist die Sache so bereinigt, dass die Eroberung Kanaans erfolgreich fortgesetzt werden kann. Ähnliche Beispiele ließen sich in großer Zahl anführen. Denn wo sich das Volk außerhalb der vereinbarten Ordnung stellt, fühlt sich auch Gott nicht mehr gebunden. Und um so etwas auszuräumen, ist die Vergeltung am Schuldigen nicht der schlechteste Weg. Denn anderenfalls müssten ja viele unschuldig für das büßen, was nur einer getan hat. Natürlich ist es freundlicher, wenn Gott seinem Volk erlaubt, sühnende Opfer darzubringen. Ein Opfertier erleidet dann stellvertretend, was eigentlich den Menschen treffen müsste – so wie beim Auszug aus Ägypten das Passah-Lamm den erstgeborenen Sohn vertritt (2. Mose 12). Die vielen Sühnopfer, die man später im Tempel darbringt, haben denselben Sinn (4. Mose 28-29). Und zuletzt geht Gottes Gnade so weit, dass nicht mehr der schuldige Mensch ein Opfer beibringen und stellen muss, sondern Gott seinerseits sich in Christus hingibt zum stellvertretendem Opfer am Kreuz (Hebr 9,11-28). Selbst dies Äußerste hat Gott nicht gescheut, um (unsere Schuld an sich selbst strafend) die Ordnung zwischen ihm und uns wieder herzustellen! Es ist erstaunlich und dankenswert! Doch auch das, was wir in  Christus an Gnade und Vergebung erfahren, ist keineswegs als „Relativierung“ der heiligen Ordnung misszuverstehen. Denn Gott begnadigt Sünder nicht, damit sie ewig Sünder bleiben, sondern damit sie wieder „in Ordnung“ kommen. Gott beschließt nicht etwa, die Störung zu tolerieren, sondern er erbarmt sich des Störers! Und so gnädig er auch ist, besteht er doch weiterhin auf der guten Ordnung, die wir zum gedeihlichen Leben brauchen. Das aber sollte für jeden von uns persönliche Konsequenz haben. Denn eine der konkreten Ordnungen ist z.B. die Familie. Und daraus folgt, dass wer Kinder zeugt, auch für sie sorgen muss. Wer Eltern hat, ist es Gott schuldig, für sie da zu sein, wenn sie gebrechlich werden. Und wer sich mit dem Ehepartner nicht mehr wohl fühlt, hat ihm trotzdem die Treue zu halten, die er vor dem Altar versprach. Muss der Mensch nach Gottes Ordnung arbeiten, soll er darüber nicht jammern, sondern seinem Nächsten durch Arbeit bestmöglich dienen. Und weil auch der Staat eine gottgewollte Ordnung ist, soll jeder Christ dazu beitragen, seinen Staat durch eigenes Engagement besser zu machen. Gott will uns sonntags in der Kirche sehen – auch das gehört zur Ordnung! Er will, dass wir unsere Zunge hüten und bei der Wahrheit bleiben. Und er will, dass wir denen helfen, die unseren Beistand nötig haben. Wer Geschäfte macht, soll ein ehrlicher Kaufmann sein. Und wer Macht hat, darf sie nicht missbrauchen. Keiner soll seinen Vorteil auf Kosten anderer suchen oder seinem Nachbarn den Frieden rauben. Wer diese Regeln aber missachtet, missachtet den, der sie gab – und sollte nicht darauf wetten, dass Gott „ganz viel Spaß versteht“. Wir dürfen nicht mutwillig über die Zäune springen, die Gott zum Schutz des Menschen errichtet hat. Denn bei aller Geduld hält es Gott doch für seine Pflicht, Störungen zu beseitigen. Und wenn uns seine gute Ordnung unter den Armen zwickt wie eine zu enge Jacke, dürfen wir davon ausgehen, dass der Fehler bei uns liegt – und nicht bei Gottes heiliger Ordnung! Gott weiß – und wir wissen –, dass es ohne Treue kein Vertrauen gibt, und dass ohne Gerechtigkeit der Frieden nicht bleibt. Ohne Geduld zerbricht die Gemeinschaft. Und ohne Anstand verderben unsere Kinder. Ohne Respekt verroht die Gesellschaft. Und ohne redliche Nachbarn kann keiner ruhig schlafen. So mag es für manchen „bieder“ klingen: doch als Christen schätzen wir Gottes gute Ordnung –  und sind keineswegs der Meinung, dass sie uns einengt, sondern dass sie uns schützt. Chesterton hat dafür ein schönes Bild gefunden, das ich mit ihnen teilen möchte: Stellen sie sich eine vom Meer umbrauste Insel vor, die hoch über den steilen Klippen ein Plateau hat. Die grüne Fläche da oben ist von einer soliden Mauer eingefasst – und dort spielt von morgens bis abends eine bunte Horde von Kindern ausgelassene Spiele. Es ist ein wildes Jauchzen, Jagen und Rennen! Eines Tages aber kommt jemand auf die Idee, die alte Mauer abzureißen. Er denkt wohl, er täte den Kindern einen Gefallen. Doch was geschieht? Ganz bald ist da kein wildes Spielen mehr, kein Lachen und keine ausgelassene Freude. Sondern die Kinder sitzen stumm und verängstigt in der Mitte des Hochplateaus beieinander und wagen nicht mehr, sich zu bewegen. Vielleicht war es gut gemeint, als man die Mauer wegnahm! Aber tatsächlich machte man damit den Weg in den Abgrund frei. Man hat den Kindern kein Hemmnis weggenommen, sondern einen lebenswichtigen Schutz. Man gab ihnen eine Freiheit mit tödlichen Konsequenzen! Und genau wie mit dieser Mauer verhält es sich mit Gottes heiliger Ordnung. Auch die stoppt uns dort, wo der Abgrund droht. Sie erlaubt aber gerade dadurch ausgelassenes und sorgloses Spiel innerhalb der Ordnung. Sie hemmt das Leben nicht, sondern schützt es. Und wer das einmal verstanden hat, wird sie möglichst nicht mehr antasten, sondern sie zum Nutzen der Menschen und zu Gottes Ehre wahren und verteidigen.