Braucht Glaube einen "Lohn"?

Braucht Glaube einen "Lohn"?

Ich will der Frage nachgehen, ob sich das Christ-Sein „lohnt“. Denn das ist die Frage vieler Menschen, die wissen wollen, ob „das mit dem Glauben“ denn wirklich etwas „bringt“, ob es sich „auszahlt“ und man was „davon hat“. Viele haben so ein Klischee im Kopf, dass man als Christ auf ganz viel verzichtet, um später im Himmel dafür belohnt zu werden. Sie denken, ein Christ täte gute Werke, um sie eines Tages von Gott „vergolten“ zu bekommen. Irgendwas muss schließlich dabei „rausspringen“, sonst würde sich doch keiner auf den Glauben einlassen! Nur – was soll man auf diese Frage antworten? Sie gehört leider zu jenen, auf die man nicht reagieren kann, ohne zuerst die Voraussetzungen zu korrigieren, von denen der Fragende ausgeht. Denn der meint ja, Glaube sei ein Verhalten, für das man sich entscheidet, um einen Ertrag zu erzielen. Er meint, Glaube sei ein Mittel, das man wählt, weil man sich dies und das davon verspricht. Wenn er wissen will, ob sich der Glaube „lohnt“, betrachtet er‘s geschäftlich. Denn gewöhnlich koppeln wir Leistung und Lohn. Der eine arbeitet, damit der andere zahlt, und würde jener nicht zahlen, würde dieser nicht arbeiten. Leistung begründet einen Anspruch – das ist der normale Deal, der mit Gnade nichts zu tun hat. Aber lässt sich Glaube so verstehen? Oder ist die kaufmännische Betrachtung schon im Ansatz falsch? Sie ist es in der Tat. Warum aber, dass will ich Schritt für Schritt zeigen. 

1. 

Christ-Sein ist überhaupt keine Leistung des Menschen, sondern es ist das, was Gott im Menschen wirkt und leistet, d.h.: Christ-Sein ist im Wesentlichen nicht unser Tun, sondern Gottes Tun an uns. Und wenn‘s da etwas zu „belohnen“ gäbe, gebührte der Lohn folglich nicht uns, sondern ihm. Denn nicht wir haben Gott gewählt, sondern er hat uns erwählt und zu seinem Volk gemacht. Er hat uns mit seinem Geist beschenkt, hat unsren Glauben geweckt, hat angefangen uns zu reinigen und zu heiligen. Und wenn wir darin Fortschritte machen, verdanken wir das ihm. Denn der Glaube ist nicht unser Werk für Gott, sondern Gottes Werk in uns. Leiblich wie geistlich besitzen wir rein gar nichts, das wir nicht von ihm empfangen hätten (Röm 11,35; 1. Kor 4,7; Joh 15,5; Phil 2,13). Was wir an „Lobenswertem“ vorweisen können, hat Gott selbst gegeben. Was er in uns „anerkennenswert“ findet, hat er zuvor selbst in uns hineingelegt. Und so lobt und ehrt Gott in uns immer nur die Werke, die er selbst in uns tut (Augustinus). Wir fügen nichts hinzu als nur unsre Fehler, Schwächen und Blockaden. So ist alles sein Verdienst, nicht unsres. Und: 

2. 

Christ-Sein ist auch deshalb nicht „verdienstvoll“, weil der Mensch selbst bei maximaler Hingabe nie mehr tut, als er seinem Schöpfer schuldig ist. Wir könnten sämtliche Gebote halten, könnten alle guten Werke tun und wie Heilige leben – es ginge doch nie über das hinaus, was wir Gott schuldig sind. Denn dem Schöpfer zu gehorchen, ist nicht des Geschöpfes Freundlichkeit, sondern seine Pflicht. Wir leben schließlich auf Gottes Grund und Boden, wir leben durch seinen Willen und von seinen Gaben. Ist es da nicht das Mindeste, dass wir seinen Weisungen folgen? Kann er das nicht erwarten? Selbst wenn wir ihm lückenlos gehorchten, wären wir nach Jesu Wort immernoch „unnütze Knechte“ (Lk 17,10). Woher sollten also „überpflichtige“ Werke kommen, die Gott uns „vergelten“ müsste? Er schuldet uns gar nichts, wir schulden ihm alles. Und wenn wir tatsächlich mal eine Sünde auslassen, tun wir damit nicht ihm einen Gefallen, sondern uns selbst. Denn den Berg unsrer Schuld nicht weiter zu vergrößern, liegt ja nicht zuerst in Gottes, sondern in unsrem Interesse. Die Belohnung für unsre Gut-Taten besteht darin, dass wir für umso weniger Schand-Taten gestraft werden! Doch das Böse zu unterlassen ist deshalb noch kein Verdienst, sondern ist Pflicht – weshalb es Gott gegenüber überhaupt keine Verdienste gibt. Wer „christlich leben“ und sich zur Moral zwingen wollte, um dafür belohnt zu werden, sähe sich betrogen. Und es geschähe ihm recht, denn: 

3. 

Wenn ein Mensch Gutes tut, um dafür belohnt zu werden, ist es für ihn ja nur „Mittel zum Zweck“. Und wenn sein Tun auch äußerlich glänzt, ist es doch nicht wirklich „gut“. Denn er hat‘s dabei nicht auf das Gute selbst abgesehen, sondern bloß auf die Belohnung. Vielleicht gibt er vor, Gott und die Menschen zu lieben. Doch wenn ihn der Wunsch treibt, damit der Hölle zu entgehen und den Himmel zu gewinnen, ist das ein „knechtischer“ Sinn (Gal 4,1-7). Er tut das Gute nicht, damit das Gute geschieht, sondern tut es, um sich den Himmel günstig zu stimmen oder dafür gelobt zu werden. Und das hat mit Christentum nichts zu tun. Christ-Sein ist demnach keine Leistung (1), Verdienste haben wir nicht (2) – und wenn wir das Gute aus Berechnung täten, wär’s schon darum verkehrt (3). Der Verdienstgedanke ist damit ausgeschlossen. Er hat im Evangelium keinen Platz und muss der Gnade weichen. Denn wenn mir Gott aufgrund von „gutem Betragen“ das Heil schuldig wäre, empfinge ich es nicht aus Gnade – beruht mein Heil aber auf Gnade, so verdanke ich’s nicht meinem „guten Betragen“ (Röm 4,3-5). Christen spekulieren darum nicht auf eine himmlische Rendite, für die es sich lohnt, spaßbefreit zu leben – das ist Unsinn! Wenn’s das aber nicht ist, was motiviert uns dann? Muss uns der Glaube nicht doch etwas „bringen“? Tatsächlich tut er das. Nur kann dieser „Gewinn“ vom Glauben selbst nicht unterschieden werden. 

4. 

Der Glaube ist im Kern Gemeinschaft mit Gott – und er hat sein Ziel darum nicht irgendwo jenseits, sondern in dieser Gemeinschaft. Gott selbst ist des Glaubens „Lohn“ (1. Mose 15,1; Weisheit 5,16), und glaubend mit ihm in Gemeinschaft zu stehen, ist darum „Selbstzweck“ – oder anders gesagt: Dem Glauben folgt keine spätere Belohnung, sondern der Glaube selbst enthält schon die Seligkeit, um die es dem Gläubigen geht. Ja, der Lohn des Glaubens ist im Glauben inbegriffen, weil der selbst realisiert, wonach er sich sehnt. Will ich, dass Gottes Wille geschehe, so geschieht er ja bei mir und in mir, sobald ich diesen Wunsch habe. Und so bin ich dann glaubend mit Gott im Konsens. Bin ich aber mit Gott im Konsens, so ist sein Reich schon in mir wirklich geworden, Gottes Name wird in mir geheiligt, weil ich seinem Wort glaube – und um eben dieses Wortes willen wird mir meine Schuld vergeben, so dass ich vom Bösen schon ganz weitgehend erlöst bin. Der von Gott geschenkte Glaube realisiert das, wonach sich der Gläubige sehnt, d.h.: Der „Lohn“ des Glaubens ist, dass ich mich nicht mehr auf Kollisionskurs mit Gott befinde und nicht im Streit mit ihm untergehe, sondern ganz beseligt, angenommen und getröstet in Gottes Treue ruhe. Durch den Glauben bin ich in Gott beheimatet und gut aufgehoben. Und, du meine Güte: Nach welchem anderen „Lohn“ sollte man da noch fragen? Es gibt weiter keinen „Gewinn“, der uns dafür belohnte, mit Gott im Reinen zu sein – denn das ist doch schon der Himmel! Da leben wir aus einer Quelle, die wegen ihrer Ewigkeit niemals versiegt. Da leben wir von einer Weisheit, die nicht irren kann. Da schützt uns die Macht, die keiner überwindet. Da sind wir dem „recht“, der in allem das letzte Wort behält. Da gehört uns kein Reichtum, sondern jener, der allen Reichtums Quelle ist. Und kein Bedürfnis ist denkbar, das Gott nicht stillte. Denn mit ihm vereint brauchen wir keine eigene Gerechtigkeit, kein eigenes Leben, keine eigene Erkenntnis oder Macht, weil er uns teilhaben lässt an seiner Fülle. Da sind wir unüberwindlich, weil Gott es ist. Da sind wir gut durch seine Güte. Und weil wir nichts anderes wollen, als was er will, wird notwendig geschehen, was wir wollen! Gott hält seine Zusagen – und darüber hinaus begehren wir nichts. Denn wir suchen Gottes Gemeinschaft. Und unser Glaube ist diese Gemeinschaft. Gott selbst ist unser Lohn. Und wer ihn hat: Was soll der noch entbehren? Die Gemeinschaft mit ihm „lohnte“ sich selbst dann, wenn sie befristet wäre. Denn der Grund, weshalb einer „jetzt“ glaubt, liegt nicht darin, dass es ihm „später“ vergolten wird, sondern darin, dass es „jetzt“ richtig ist. Des Menschen Lunge atmet ja auch für „jetzt“ – und nicht für „später“. Das Atmen lohnt sich nicht erst morgen! Und genauso freut sich der Gläubige, „jetzt“ mit Gott einig zu sein, und spekuliert nicht auf eine spätere „Rendite“, denn der Glaube trägt seinen Lohn in sich selbst. 

5. 

Doch freilich, wenn das so ist: Warum wird dann in der Bibel überhaupt von künftigem „Lohn“ geredet? Bringt das den Leser nicht auf die falsche Spur? Tatsächlich ist es irritierend, dass Jesus so oft vom Lohn der Nachfolge spricht. Er sagt, dass die Gesegneten das Reich seines Vaters erben werden (Mt 25,34) und sich zu einem himmlischen Freudenmahl versammeln (Mt 8,11; 22,1-14; Lk 14,15-24), dass sie dort einen Lohn empfangen (Lk 6,23.35) und für alle Entbehrung reich entschädigt werden (Mt 19,27-30). Auch in den Briefen lesen wir, dass jene, die im Glauben treu bleiben, zuletzt die unvergängliche Krone der Herrlichkeit empfangen (1. Petr 5,4; 2. Tim 4,8; Jak 1,12; Offb 2,10). Paulus spricht sehr deutlich vom himmlischen Lohn (1. Kor 3,8.14; 2. Kor 5,10; Röm 2,5-10), der Hebräerbrief stellt uns die himmlische Ruhe vor Augen (Hebr 4,1-13), und die Offenbarung das neue Jerusalem (Offb. 21,1ff.). Das sind verlockende Aussichten! Und der Christ in der Anfechtung darf sich dessen trösten, dass seine Not nicht ewig währt. Es ist aber nicht so zu verstehen, als hätte das Gegenwärtige seinen Sinn nur im Künftigen. Denn es ist zweierlei, ob man mit Hingabe eine erfüllende Arbeit tut und anschließend auch noch Lohn empfängt – oder ob man seine ganze Arbeit von A bis Z nur um des Lohnes willen tut. Das Letzte würde bedeuten, dass es der Christ nur auf das abgesehen hätte, was er sich durch die Nachfolge Christi „erkauft“ und „verdient“. Und so wird‘s ein wirklicher Christ niemals sehen. Denn er lebt in der Nachfolge, weil er sie „jetzt“ als richtig erkennt, und nicht, weil er „später“ dafür belohnt werden will. Damit ist nicht bestritten, dass es jenen Lohn geben wird, von dem Jesus redet – nein! Wie er gesagt hat, werden die Sanftmütigen das Erdreich besitzen, die nach Gerechtigkeit hungern werden satt werden, die Barmherzigen werden Barmherzigkeit erlangen, die Friedfertigen werden Gottes Kinder heißen, die reinen Herzens sind werden Gott schauen – und den Verfolgten wird es im Himmel reichlich gelohnt (vgl. Mt 5,1-12). Gott sei’s gedankt! Er vergilt nicht nur den Bösen das Böse, sondern auch den Guten das Gute! Und unbestritten begründet das Erste das Zweite: Die Lobenswerten, die Jesus selig preist, empfangen ihren Lohn, weil sie so waren, wie sie waren! Nur darf man‘s nicht umdrehen und meinen, sie seien so und so gewesen, um gelobt zu werden. Denn gerade auf diesen Unterschied kommt’s an. Ein guter Mensch übt Barmherzigkeit, Sanftmut und Güte, darum lässt Gott sie ihn auch erfahren. Aber das heißt nicht, dass dieser Mensch Barmherzigkeit, Sanftmut und Güte übte, um sie selbst zu erfahren. Weil er in Demut lebte, kann man ihn selig preisen, und Gott wird ihn zu Ehren bringen. Aber das heißt nicht, dass der Mensch in Demut lebte, um anschließend von Gott geehrt zu werden. Denn das eine ist Überzeugung – und das andere bloß Berechnung. Gott unterscheidet das. Und auch wir sollten es nicht durcheinander werfen. Denn Gott schenkt zwar dem Tugendhaften einen „Gewinn“, der über die Tugend selbst hinausgeht. Dem Tugendhaften ist es aber vorrangig um den Gewinn zu tun, der in der Tugend selbst schon liegt. Im besten Fall ist er einfach ehrlich, um eine ehrliche Haut zu sein, ist treu, um niemand zu enttäuschen, steht zum Guten, weil ihn das Böse anwidert, und studiert Gottes Wort, um keine Silbe zu verpassen. Er hört trotzdem mit Freude, dass er das jenseitige Reich Gottes erben soll – und hat bestimmt nichts dagegen! Doch was sein Christ-Sein motiviert, ist das Reich Gottes, das er (innerlich im Glauben) schon hier und heute „hat“. Er will bloß auf der richtigen Seite stehen, um nicht auf der falschen zu stehen. Und er tut das Gute, weil’s ihn freut, wenn es geschieht. Er spekuliert auf keine andere „Rendite“. Denn sonst wäre er ja kein Jünger, sondern bloß ein gekaufter Söldner, Lohnarbeiter und Mietling! So einer engagiert sich nur für bare Münze. Und wenn die Gegenseite mehr bezahlt, kämpft er ebenso gern für die. Er hat keine Bindung zum Guten, sondern nur zum Lohn. Weil er käuflich ist, wird ihn Jesus zu den Heuchlern rechnen! Und so denke ich, dass gerade die entgegengesetzte Haltung richtig ist – wenn wir nämlich tun, was des Lohnes wert ist, es aber nicht um des Lohnes willen tun, sondern so, dass wir auch ohne Lohn genau dasselbe täten und zufrieden wären. Denn nicht Gottes Lohn lockt uns zum Gehorsam. Und unser Gehorsam „verdient“ auch nicht wirklich einen Lohn. Doch denen, die das Gute auch ohne Lohn täten, gönnt Gott von Herzen einen überaus großen „Lohn“ – und eben die will er frei und freudig ehren… 

6. 

Welche Konsequenz ziehen wir also? Eigentlich nur, dass der Glaube selbst erstrebenswert ist – und nicht erst seine Folgen! Glaube ist der gesunde Zustand einer Seele, die Gott zu sich in ein stimmiges Verhältnis gebracht hat. Und diesen Zustand erstrebt man aus keinem anderen Grund, als um mit Gott versöhnt zu sein. Leider muss der Mensch erst von seinem Unglauben genesen sein, um zu erkennen, dass er im Zustand des Unglaubens krank war – vorher sieht er‘s nicht ein! Ist er aber durch Gottes Gnade seelisch gesundet, fragt er nicht mehr, was ihm der Glaube „bringt“, ja, er versteht nicht mal die Frage. Denn was „bringt“ wohl einem Kranken die Genesung? Gesundheit „bringt“ sie ihm! Und wenn man gesund werden darf – erwartet man dafür dann eine Belohnung? Nein, wird man sagen, die Gesundheit selbst ist doch Belohnung genug! Und genau in dem Sinne „lohnt“ sich auch der Glaube. Der „Gewinn“ des Glaubens besteht darin, nicht länger blind herumzutappen. Und wie beim Anerkennen einer Wahrheit, macht die Frage nach „Lohn“ keinen Sinn. Eine Wahrheit anzuerkennen, verdient keinen Dank, sondern jeder kann froh sein, die Wahrheit sehen zu dürfen. Nicht zu irren, ist Gewinn genug. Und eines weiteren Anreizes sollte es nicht bedürfen. Man hält sich fest, um sicher zu stehen, man isst, um satt zu werden, man geht zum Feuer, um sich zu wärmen. Es genügt völlig, wenn die Handlung erreicht, was sie intendiert! Und im selben Sinne lohnt es sich, Gottes Nähe zu suchen. Denn ihm nah sein zu dürfen, ist eine Wohltat in sich. Nicht was wir tun, zahlt sich dabei aus, sondern was Christus und der Heilige Geist auf Weisung des Vaters an uns tun. Gott macht sich die Arbeit, wir haben den Gewinn davon! Und trotzdem – in Anbetracht unserer Schwäche stellt uns Gott auch noch himmlischen Lohn in Aussicht, damit wir besser durchhalten. Er tut‘s nicht mit Rücksicht auf Verdienste, die wir ja gar nicht haben. Alles Gute an uns kommt sowieso von ihm! Gott verspricht aber dennoch Lohn, um die Kleinmütigen zu trösten und die Müden zu stärken, damit wir uns auf etwas freuen können – und uns nicht hängen lassen. Es ist nicht das, was wir verdienen, sondern eher, was wir nötig haben. Und so will ich es zum Schluss mit einer Geschichte sagen: 

7. 

Ein Vater nahm seinen Sohn mit zum Brennholzhacken. Und nachdem der Fünfjährige eine Weile zugeschaut hatte, wollte er mitmachen. Natürlich konnte ihm der Vater nicht die scharfe Axt überlassen. Aber er hatte eine Idee und sprach: „Weißt du, mein Junge, das Allerschwerste am Holzhacken ist das Stöhnen. Könntest du das für mich übernehmen?“ Nun hackte der Vater das Holz – und bei jedem Schlag stöhnte der Sohn nach Leibeskräften. Dann fuhren die beiden auf den Markt und verkauften das Holz. Den Erlös überreichte der Vater aber seinem kleinen Sohn und sprach: „Du hast das Allermeiste getan, darum sei das Geld nun der Lohn für deine Mühe…“ Stellen sie sich die Begeisterung des Sohnes vor und die heimliche Freude des Vaters – dann verstehen sie, inwiefern Gott unser Christ-Sein belohnen will. Er macht die Arbeit, wir übernehmen das Stöhnen. Und weil Gott den Gewinn nicht nötig hat, soll er uns gehören. 

 

 

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