Vom Zweifel zur Anfechtung

 

Manchmal denke ich, es stimmt etwas nicht mit mir. Denn überall hört man, Zweifel gehörten zum Glauben dazu – und selbstverständlich hätte jeder Christ eine Menge davon. Angeblich lässt sich der Glaube von der Begleiterscheinung des Zweifels gar nicht trennen. Und man sagt, je nachdenklicher ein Christ sei, umso mehr müsse er sich natürlich auch mit Zweifeln herumschlagen. Die das sagen, schieben zur Beruhigung gleich hinterher, Glaubenszweifel seien gar nicht schlimm, sondern völlig normal. Glaube sei schließlich kein Wissen – darum solle man sich seinen Zweifeln ruhig stellen. Zweifel sind erlaubt! Aber wenn ich doch keine habe? Irgendwie scheine ich nicht ganz richtig zu sein. Etwas stimmt nicht mit mir. Denn was den Glauben betrifft, habe ich ruhige Gewissheit. Und nach der herrschenden Meinung gibt es die gar nicht. Glaubensgewissheit? Wie kann denn einer haben, was es nicht gibt? Was ist falsch mit dem? Nun kann ich mich schlecht dafür entschuldigen, dass mir die Zweifel meiner Jugend abhanden-kamen. Ich vermisse sie gar nicht – und will auch nicht so tun, als sei fraglich, was mir feststeht. Aber vielleicht kann ich erklären, warum das so ist. Denn Zweifel haben zwar durchaus ihr Recht. Sie haben aber auch Grenzen.

 

Warum der Mensch zweifelt, und was ihm der Zweifel „bringt“, ist nicht schwer zu erraten. Denn um in der Welt zu bestehen, muss der Mensch seiner Situation angemessen handeln. Er muss beurteilen können, welche Handlungsweise in der jeweiligen Lage Erfolg verspricht. Und das misslingt, wenn er sich von seiner Situation ein falsches Bild macht. Die korrekte Wahrnehmung der Welt ist (über)lebenswichtig. Aber sie ist nicht selbstverständlich. Denn menschliche Wahrnehmung erfasst nicht die Fülle aller Gegebenheiten. Und auch den Teil, den sie erfasst, kann sie immer noch falsch deuten. Der menschlichen Erkenntnis ist also nicht uneingeschränkt zu trauen. Und da es fatale Folgen haben kann, wenn man irrt, ist es klug, am Bestand der gewonnenen Erkenntnisse immer mal wieder zu zweifeln, und eine jede durch solchen Zweifel auf ihre Belastbarkeit zu prüfen. Unser Zweifel verdankt sich also einerseits der Angst vor dem Irrtum – und andererseits der Hoffnung, durch immer neue Vergewisserung einen möglichst hohen Grad an Sicherheit zu erlangen. Darum gilt methodischer Zweifel ja auch als Kennzeichen des „kritischen Geistes“, der sich auf nichts stützen will, das er nicht geprüft hat. Und trotzdem zweifeln Menschen nicht immer – und nicht an allem. Warum? 

 

(1.)

Der erste naheliegende Grund, das Zweifeln einzuschränken, ist die psychische Ökonomie. Denn der Zweifel – als prüfende Tätigkeit des Geistes – erfordert schließlich Konzentration, Zeit und Aufmerksamkeit. Das sind Ressourcen, die uns nicht unbeschränkt zur Verfügung stehen! Wer an allem gleichzeitig zweifeln wollte, würde sich überfordern und erschöpfen! Die meisten Menschen beschränken ihre Zweifel darum auf die Bereiche, in denen sie meinen, dass dazu Anlass besteht. Und der besteht umso weniger, je öfter sich eine Über-zeugung schon bewahrheitet hat. Man bezweifelt gewöhnlich nicht, dass am nächsten Morgen wieder die Sonne aufgeht, und die Schwerkraft wirkt. Denn man hat es ja nie anders erlebt. Und wenn solcher Zweifel auch „theoretisch“ möglich bleibt, ist er doch faktisch ohne Relevanz. Wo es keine Indizien gibt, die ihn nähren, verhungert der Zweifel. Und kein vernünftiger Mensch hält ihn künstlich am Leben. Wer aus dem Haus geht und sich zweimal vergewissert, dass er die Haustür abgeschlossen hat, kann noch als vorsichtiger Mensch gelten. Doch wer fünfmal zurückläuft, um an der Tür zu rütteln, hat ein psychisches Problem… 

 

(2.)

Zweifel haben in zwischenmenschlichen Beziehungen nur ein begrenztes Recht. Und im Übermaß zerstören sie diese Beziehungen. Denn wer dem anderen vertraut, muss ihn nicht kontrollieren. Und wer ihn kontrolliert, zeigt damit, dass er ihm nicht vertraut. Bricht eine Familie zur Urlaubsreise auf, und der Mann fragt die Frau, ob sie auch die Reisepässe und Flugtickets eingesteckt hat, ist das nicht zu beanstanden. Wenn sie es aber mehrfach bestätigt, und er trotz ihrer Beteuerungen noch einmal anhält, um sich die Dokumente zeigen zu lassen, steht es nicht gut um dieses Paar. Denn Menschen sind diesbezüglich nicht so duldsam wie Dinge. Sie tolerieren Zweifel an ihrer Integrität ungern – und tolerieren sie umso weniger, je näher ihnen der Zweifelnde steht. Durch Misstrauen dementiert man Vertrautheit und stellt den Freund einem Fremden gleich. Der Freund aber, dem solches Misstrauen entgegengebracht wird, zieht seine Schlüsse daraus.

 

(3.)

Zweifel wird sinnlos, wenn sich herausstellt, dass der fragliche Sachverhalt einer zweifelnden Prüfung gar nicht zugänglich ist. Denn man zweifelt ja nicht, um dauerhaft in Ungewissheit zu verharren, sondern um Klarheit zu erlangen. Ist das Instrumentarium meines Erkennens aber ungeeignet, den fraglichen Gegenstand zu erfassen, weil mir kein angemessenes Prüfverfahren zu Gebote steht – was nützt dann der Zweifel? Er umkreist, worauf er keinen Zugriff hat. Und ohne Aussicht auf eine positive oder negative Entscheidung macht er nur vergebliche Mühe. Fragt man sich z.B., wo man heute stünde, wenn man vor 30 Jahren dies oder das anders entschieden hätte, gelangt man nie über Spekulationen hinaus. Der Zweifel an der damaligen Entscheidung führt zu nichts, weil niemand wirklich beurteilen kann, was vor 30 Jahren „gewesen wäre, wenn…“. Wer das aber begreift, wird auf diesem Denkweg nicht endlos im Kreis laufen, sondern als Resultat seiner Bemühungen die Einsicht erlangen, dass zu dieser Fragestellung auf diesem Wege keine Einsicht zu gewinnen ist. 

 

Wir kehren damit zur Ausgangsfrage zurück, warum der Mensch nicht immer und an allem zweifelt. Denn drei Gründe haben wir gefunden: Überzeugungen, die sich über lange Zeiträume bewährt haben, geben wenig Anlass, sie wieder und wieder zu prüfen. Bewährte Beziehungen zu anderen Personen kann der Wunsch nach Kontrolle zerstören. Und unnütz ist der Zweifel dort, wo er prinzi-piell nicht zu Ergebnissen führen kann. Meines Erachtens erklärt das, warum ein gereifter Glaube durchaus nicht immer von Zweifeln begleitet wird, sondern sie überwinden und hinter sich lassen kann.

 

(zu 1.)

Wer seit vielen Jahren im Christentum beheimatet ist – und seinen Glauben währenddessen mehrfach auf die Probe gestellt sah, ohne ihn deswegen zu verlieren – kommt sich vor wie einer, der schon fünfmal zur Haustür zurück-gegangen ist und daran gerüttelt hat, ohne sie jemals offen zu finden. Und nur weil ihm andere empfehlen, immer neu zu zweifeln, muss er es nicht tun. Denn sein Bedarf an Vergewisserung ist ja irgendwann gedeckt. Obwohl er sich die Zweifel nicht verkniffen oder verboten hat, fanden sie doch keine Nahrung. Sie sind nach und nach verhungert. Denn wenn der Glaube sich in verschiedensten Lebenslagen bewährte, und in hundert Nöten an Gottes Treue nicht zu rütteln war, wird der Mensch von der hundertundersten Prüfung auch nichts anderes erwarten, sondern sich der Gewissheit freuen, die sich bei ihm eingestellt hat. So einer vermisst die Zweifel so wenig, wie Fliegen auf seinem Honigbrot.

 

(zu 2.)

Christlicher Glaube ist weit mehr als eine „Weltanschauung“. Er ist für die Gläubigen in erster Linie eine Beziehung zu dem Gott, der sich ihnen durch sein Wort und seinen Geist mitgeteilt hat. Und diese Beziehung ist geprägt von Ehrfurcht, Liebe und Vertrauen gegen den, der seine Wahrhaftigkeit, Treue und Barmherzigkeit tausendfach bewies. Gerade das schätzen wir doch an Gott, dass er verlässlich ist, während wir es nicht sind! Was hat also Zweifel in der Gottes-beziehung zu suchen? Wie vertrüge sich die Hingabe an Gott mit Zweifeln an seiner Integrität? Wie könnte man sich mit Argwohn im Herzen an jemanden binden? Im Blick auf Fremde kann man vielleicht sagen „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“. Doch schon bei Freunden oder Ehepartnern kommt dies Motto einer Beleidigung gleich. Und als Ausdruck des Misstrauens gegen Gott ist es inakzeptabel. Denn es zerstört die Beziehung zu dem, der zu Verdächti-gungen nicht den geringsten Anlass gab.

 

(zu 3.)

Wer in Glaubensfragen gründlich genug gezweifelt hat, weiß irgendwann, wie wenig das nützt. Denn wenn die Philosophiegeschichte eines zeigt, dann ist es, dass mit den Mitteln vernünftiger Welterkenntnis weder ein Beweis für den Glauben erbracht, noch der Glaube schlüssig widerlegt werden kann. Es herrscht hier ein „Patt“, in dem man endlos Gründe und Gegengründe aufhäufen kann, ohne dass der Zweifelnde je zu einer Entscheidung gelangte. Es hat nicht an klugen Köpfen gefehlt, die das zu ändern versuchten! Doch offenbar ist die Welt so eingerichtet, dass wer zweifeln will, jederzeit genug Anlass dazu findet – und wer glauben will, dafür genauso gute Argumente vorweisen kann. Um alle Indizien abzuwägen, wäre ein Leben zu kurz! Der Glaube wird also niemals zwingend sein und niemals unmöglich. Was aber nützt unter solchen Umständen der fortgesetzte Zweifel, der vom menschlichen Intellekt verlangt, was dieser doch nicht leisten kann? Eine letzte Vergewisserung des Glaubens durch den Verstand wird es so wenig geben, wie eine Widerlegung durch den Verstand. Menschliches Erkenntnisstreben ist Gott gegenüber so inkompetent, dass es über die Erkenntnis seines Nicht-Wissens kaum hinausgelangt. Und das Neue Testament hat das längst gewusst. Paulus schreibt: „Der natürliche Mensch vernimmt nichts vom Geist Gottes; - es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen.“ (1. Kor 2,14) Wenn sich diese Ohnmacht des intellektuellen Zweifels aber seit 2000 Jahren bestätigt, ist es nicht vernünftig, von solchem Zweifel noch viel zu hoffen. Denn Glaubensgewissheit wurde noch nie vom Verstand ergrübelt, sondern wurde schon immer (auf völlig anderem Wege!) durch Gottes Heiligen Geist geschenkt. 

 

Unser Zwischenergebnis lautet daher, dass sich der gewöhnliche Zweifel in der Beziehung zu Gott erledigen und aus dieser Beziehung verschwinden kann, ohne dass dies „intellektuell unredlich“ wäre. Es stimmt nicht, dass der Zweifel als natürlicher Begleiter des Glaubens zu einem gesunden Glauben automatisch dazugehört. Sondern im Gegenteil: ein reifer Glaube kann nur vorankommen, wenn er die gröbsten Zweifel überwindet und hinter sich lässt. Das bedeutet natürlich nicht, dass es im christlichen Glauben keine Zweifel geben dürfte. Sie zu unterdrücken ist weder gesund noch nötig! Entscheidend ist aber, dass man keine Zweifel haben „muss“. Denn es ist durchaus nicht „bedenklich“, sondern gut, wenn ein Christ, dessen Zweifel sich müde gelaufen haben, sie irgendwann hinter sich lässt. Denn Zweifel „gehören“ durchaus nicht zum Glauben „dazu“. 

 

Was aber wirklich „dazugehört“, das sind Anfechtungen. Und das darf nicht verschwiegen werden, weil sonst ein ganz lebensfremdes, „perfektionistisches“ Bild des Glaubens entstünde! Auch die erfahrensten und frömmsten Christen haben nämlich bekannt, dass sie lebenslang Anfechtungen ausgesetzt blieben. Und wie glaubensvoll, wie bewährt und gottesfürchtig sie auch waren, hat doch keiner je behauptet, die Anfechtung ein- für allemal überwunden zu haben. Was aber unterscheidet die Anfechtung vom Zweifel? 

Ich meine die Anfechtung ist ein Zweifel, der sich nach und nach von Gott weg- und dafür dem Gläubigen zuwendet – wobei sich die Verhältnisse umkehren. Im gewöhnlichen „Glaubenszweifel“ zweifeln ihrer selbst gewisse Menschen an einem Gott, der ihnen fraglich scheint. Sie prüfen, ob er vor ihren Augen bestehen kann, ob sein Wort wahr, und ob seine Ansprüche berechtigt sind. Doch in der „Anfechtung“ bezieht sich die Ungewissheit weniger auf den Gott, an den man glaubt, als auf die Standfestigkeit des Gläubigen, dem immer wieder bange ist, ob er auf die Dauer vor Gottes Augen bestehen kann: 

 

• Dem Angefochtenen erscheint also nicht fraglich, dass Gott heilig und vollkommen ist. Aber das Missverhältnis zwischen Gottes Vollkommenheit und seinen eigenen peinlichen Schwächen – das erfüllt ihn mit Angst. 

 

• Dem Angefochtenen erscheint nicht fraglich, dass Gottes Hand auch im schrecklichsten und wirrsten Weltgeschehen wirksam ist. Aber gegen den Augenschein einer gottlosen Welt anzuglauben, fällt ihm schwer.

 

• Dem Angefochtenen erscheint nicht fraglich, dass Gott wahrhaftig und treu ist. Aber ob er selbst alle Tage im Glauben treu sein und sich in Prüfungen bewähren wird, muss sich noch zeigen. 

 

• Dem Angefochtenen erscheint nicht fraglich, dass das Evangelium auch gegen allen Augenschein geglaubt werden will. Aber wenn Gott sich dann feindlich stellt, und der Tod nach ihm greift, zittert er doch. 

 

• Dem Angefochtenen erscheint nicht fraglich, dass Gott gnädig ist. Aber dass er selbst dem Gnadenstand gemäß lebt und entsprechende Fortschritte in der Heiligung macht – das ist mit Fragezeichen zu versehen… 

 

Mit anderen Worten: im Blick auf Gott muss ein Christ nicht lebenslang zweifeln. Es ist gut, wenn er diesen Zweifel an Gott hinter sich lässt, wie eine Kinderkrank-heit des Glaubens. Im Blick auf sich selbst und seine Fehlbarkeit wird ein Christ aber immer ein wenig unruhig bleiben. Denn je tiefer er in die Selbst- und Gotteserkenntnis eindringt, umso unglaublicher scheint es ihm, dass Gott mit „einem wie ihm“ im Bunde sein sollte. Der Angefochtene bezweifelt also nicht Gottes Existenz oder seine Gnade im Allgemeinen, sondern er verzweifelt an sich selbst, weil er der Gnade so wenig würdig ist. Er fühlt sich verlassen und gerät dadurch in Angst, Verzagtheit, Gewissensnot und böse Gedanken. Er weiß wohl, dass Gott generell „da“ ist, hat aber den Eindruck, Gott sei „für ihn“ nicht mehr da. Er weiß nicht, wohin er sich stattdessen wenden soll! Und an solchen Erfahrungen sind schon viele gescheitert. Denn einen Glauben, den man einmal „erwerben“ und dann für immer sicher „besitzen“ könnte, gibt es nicht.

Doch ist gegen die Anfechtung durchaus ein Kraut gewachsen. Es gibt ein probates Mittel und eine bewährte Methode, die darin besteht, bei allen Schwächeanfällen des Glaubens von sich selbst ganz ab- und unbeirrt nur auf Gott zu sehen. Nabelschau und Selbstbeobachtung sind in der Anfechtung tödlich, denn im Blick auf mich selbst gibt es hundertfachen Anlass, um verunsichert zu sein. Von mir abzusehen aber befreit. Denn im Blick auf Gottes Barmherzigkeit gibt es tausendfachen Anlass, um beruhigt zu sein. So sehr der Glaubensbund auf meiner Seite auch schwanken mag, steht er doch auf Gottes Seite felsenfest. Und auf die kommt es an. Denn Gott ist treu genug für uns beide! So nahe es auch liegt, dass ein Angefochtener dem Gefühl seiner Schwäche mit Gegenargumenten begegnen und dabei auf seine eigene Gerechtigkeit pochen will, ist es doch grundfalsch. Denn nur so besiegt er die Anfechtung, dass er ihren Angriff ins Leere laufen lässt und offen einräumt, schwach und unwürdig zu sein – um sich dann aber umso entschlossener auf die Gerechtigkeit Jesu Christi zu berufen. Des Christen Glaube wird nie sein eigener Sieg sein, sondern immer Gottes Sieg in ihm! Dieser Sieg ist aber umso gewisser, je weniger er von den Bemühungen des Christen und je ausschließli-cher er von den Kräften Gottes abhängt. Die ganze Kunst besteht also darin, nicht auf eigene Rechnung mit der Anfechtung zu streiten, sondern unbeirrt auf Christus zu verweisen, der für die Rechtfertigung und Verteidigung der Christen zuständig ist und für sie einsteht. Verstand sich darauf wohl jemand besser als Martin Luther?

Als Luther am späten Abend in seinem Arbeitszimmer studierte, soll einst der Teufel durch Wittenberg geschlichen sein. Er wollte den Reformator bei der Arbeit stören, stellte sich darum unter das Fenster seines Arbeitszimmers und rief nach oben: „Wohnt hier der Doktor Martinus Luther?“ Luther erkannte die Stimme des Teufels, sprang zum Fenster, riss die Läden auf und rief hinunter: „Nein, der Martin Luther, der ist längst gestorben. Hier wohnt jetzt Jesus Christus!“ Da zog der Teufel den Schwanz ein und floh… 

 

Fazit:

Wer’s nicht lassen kann, zweifle nur munter darauf los. Denn Gott kann’s vertragen. Wer aber keine Zweifel hat, lasse sich nicht einreden, dass er welche bräuchte. Denn das Fundament des Glaubens besteht weder aus „geprüften“ noch aus „ungeprüften“ Gründen. Dieses Fundament ist vielmehr Gott selbst, dem ein Mensch umso weniger misstraut, je länger er ihn kennt. Dem gereiften Gläubigen ist nicht mehr Gott fraglich, sondern zunehmend fraglich ist er sich selbst. Dass er sich selbst nicht trauen kann, ist der Grund seiner Anfechtung! Dagegen hilft aber keine Anstrengung oder Prüfung, sondern nur das konsequente Abgeben des ganzen Problems an Jesus Christus. Wer das Heil eines Christen anfechten will, muss nicht mit ihm, sondern mit Jesus Christus streiten. Dass er aber von Christus allemal eine passende Antwort bekommt, das macht die Zuversicht und Freude des Glaubens aus. Denn Christen „haben“ vielleicht nicht die Wahrheit – aber die Wahrheit „hat“ sie. Und das genügt!